Trollskogen

Kurt Edelhagens Digitale Jazz-Zeitung, 16. September 2017

Bei ihrem Besuch im ” Senska Visarkivet ” in Stockholm  ( einem Archiv ,das Noten und Audioaufnahmen der schwedischen Folkloremusik ) entdeckte die Sängerin Annika Jonsson sehr alte Aufnahmen von Trallsängern , die damals mit ihren Liedern von Dorf zu Dorf zogen , auf Festen sangen u. Geschichten erzählten. Diese Elemente der Folklore mit Jazz und Pop hat sie zu ihrem eigenen Stil von Folkjazz  mit Popeinlagen gemacht. Stücke der Elfen und Trolle im Zauberwald ( Schwedisch ” Trollskogen ” ).  Eine CD an der der Hörer nicht vorbei kommt und  die Liebe zur Musik spürt. Ihre Musik geht indie Herzen  und  sind ein besonderer Ohrenschmaus.   Die an der der  Hochschule für Musik Saar bei Anne Czichowsky ausgebildete Sängerin, har mit ihrer Band in Saarbrücken auf ihrem Label www.nikasounds.de ihr Popjazz Projekt  ” Caleido Club ”  veröffentlicht und  diverse  sehr gute  überragende  Kritiken erhalten.  Mit dem zweiten Album   ” Trallskogen ” wird es genau so sein.  Sie verkörpert einen besonderen Musikgenuss,  voller Begeisterung und Musikalität.

Märchenhaftes von Bergkönigen und Trollen

Saarbrücker Zeitung, 28. Februar 2016, Autor: Stefan Uhrmacher

Skandinavischer Jazz erfreut sich großer Beliebtheit, und die an der Hochschule für Musik Saar (HfM) ausgebildete Annika Jonsson nennt in Saarbrücken bereits eine kleine Fangemeinde ihr Eigen: Wenig überraschend war somit der Ansturm zum Konzert von Jonssons Band „Trallskogen“ am Samstag im Leidinger. Hier führte die junge Sängerin gleich zur Eröffnung solistisch vor, was ein Trall ist – nämlich ein folkloristisches schwedisches Lied, bei dem sogleich der Rhythmus hineinkomponiert ist. Zwischen Folkloreelementen und Jazz, zwischen kraftvollen Grooves und lyrischem Atemholen bewegte sich der ganze Abend.

Ob Beziehungs-Thematik oder Märchenhaftes von Bergkönigen und Trollen in Zauberwäldern, Jonsson sang mal elfengleich, mal wütend und ließ ihre Stimme schon mal mittels pfiffigem Live-Sampling effektvoll zum Chor anschwellen. Ihre kompetenten HfM-Kollegen Martin Jäger (Klavier), Steffen Lang (Gitarre), Felix Hubert (Kontrabass) und Kevin Nasshan (Schlagzeug) lieferten die passenden Sounds von bombastisch bis unplugged – und so hat die geschickt zwischen Eingängigem und Exotik pendelnde Trallskogen-Mixtur das Zeug zum Mitmischen auch im überregionalen Skandi-Jazz.

 

Musikwelt

Ausschnitt aus der Sendung Musikwelt auf SR2 am 25. Februar 2016

 

In schwedische Trollwälder zur Abschlussprüfung

Annika Jonsson ist schon eine recht bekannte Sängerin in der Saarbrücker Jazzszene. Am Montag ist ihre öffentliche Abschlussprüfung an der Musikhochschule.

Wenn die junge Sängerin Annika Jonsson nach Schweden reist, entdeckt sie Zauberwälder und eine lebendige Gesangstradition. Es ist die Heimat ihrer Mutter, ihr widmet sie nun auch am 9. Februar ihre öffentliche Bachelor-Prüfung für Jazzgesang an der Hochschule für Musik. Annika Jonsson hat ihrem Konzert den Titel „Trallskogen“ gegeben, eine Wortschöpfung und ein Wortspiel. Trall, das ist die Musik der Spielleute, die schon vor Jahrhunderten umherzogen und zum Tanz aufspielten. Hatten sie keine Geigen, ahmten sie deren Klang mit der Stimme nach, sangen Melodien ohne Text. „Walzer, vor allem Polka“, erzählt Jonsson. „Wichtig ist dann, den Puls zu halten, das ist auf Dauer relativ anstrengend, denn man hat kaum Pausen.“ Ein „Trollskogen“ ist im Schwedischen ein Zauberwald. Und in den lädt Annika Jonsson mit sechs von schwedischer Folklore inspirierten Eigenkompositionen und einem wirklich alten Trallstück.

Jonsson, die zunächst Mathematik studiert hatte und erst auf Umwegen zum Jazzgesang fand, sah schnell das Potenzial der skandinavischen Singtradition für ihre eigene Musik, die sich frei zwischen Pop, Chanson und Jazz bewegt. Gesang ohne Text gibt es auch im Jazz, „scat“ bezeichnet sinnfreie Silbenfolgen, mit denen die menschliche Stimme es den Instrumenten in der Jazzband beim Improvisieren gleichtun kann. Ein „dajada dabaduda“ kann wie ein Instrument klingen, muss aber nicht. Jonsson muss, unterstützt von einer Band aus Musikerkollegen, in ihrer Abschlussprüfung Stimm technik und Improvisationskunst unter Beweis stellen. Dabei wird sie auch Effektgeräte nutzen, um den Ausdruck ihrer oft melancholischen Lieder zu vervollkommnen. „Looper“ und „Harmonizer“ werden live mit der vornehmen Stimme der eigenwilligen Musikerin gefüttert und erschaffen Mehrstimmigkeit, einen „Chor“ oder psychedelische Klänge. Das Publikum bekommt also einiges geboten – und der Eintritt ist frei. Konzert am Montag, 9. Februar, 20 Uhr, Hochschulde für Musik Saar, Bismarckstraße 1. Begleitet wird Annika Jonsson von Martin Jäger am Piano, Steffen Lang an der Gitarre, Felix Hubert am Kontrabass und Daniel Prätzlich am Schlagzeug.

 

Jazz Now

Ausschnitt aus der Sendung Jazz Now auf SR2 am 1. Februar 2015